Flexible Arbeitszeitmodelle – Chancen für mehr Gleichstellung?

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden der gleichnamigen Veranstaltung am 23.08.2018 im VHS-Bildungszentrum in Frankenthal. Auf Einladung von ARBEIT & LEBEN gGmbH, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Frankenthal sowie der VHS Frankenthal diskutierten bei sommerlichen Temperaturen interessierte Frauen über Chancen und Herausforderungen flexibler Beschäftigungsmodelle.

Flexible Arbeitszeitmodelle 2018_AZ-Modellesind nicht nur im Rahmen von Arbeit 4.0 in aller Munde, sondern stellen auch eine zentrale Dimension der ungleichen Teilhabe von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt dar. So wirkt sich beispielsweise die ungleiche Nutzung verschiedener Modelle direkt oder indirekt auf Karriere- und Verdienstchancen aus.

Nach einer kurzen Einführung (Download) von ARBEIT & LEBEN gGmbH, in der auf verschiedene Aspekte des Themas in Zeiten von Digitalisierung, Arbeit 4.0 und Gleichstellung  eingegangen wurde, stellte Werner Gut, ehemaliger Leiter des Fachbereichs „Personaldienste“ der Stuttgarter Straßenbahnen AG, verschiedene Arbeitszeitmodelle vor (Download).

Herr Gut verdeutlichte jeweils die Vorteile für Beschäftigte und für Unternehmen und ging abschließend insbesondere auf das Thema „Führen in Teilzeit“ ein. Hierzu konnte Sabine Simonneau, die als Director Marketing in Teilzeit bei der Eckes-Granini Group GmbH Führungsaufgaben übernimmt, interessante Praxiseinblicke liefern. Insbesondere ermutigte sie Frauen, aktiver auf ihre Arbeitgeber zuzugehen und konkrete Vorschläge zur Vereinbarung von Beruf/Karriere und Familie zu machen. Frauen sollten hier öfter klare Vorstellungen zu passenden Arbeitszeiten äußern und auch mal risikobereit ihre Karrierewünsche verfolgen. Gleichwohl ist die Abstimmung mit dem*der Partner*in zentral für das Gelingen: auch hier müssen gleichberechtigte Rollen gelebt und die Aufgaben entsprechend gleichberechtigt verteilt werden.

Präsentationen und Materialien zum Download:

Die Veranstaltung richtete sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und wurde im Rahmen des Projektes „Dialog Entgeltgleichheit“ gefördert durch das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz RLP, das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur RLP sowie durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).