„Führen in Teilzeit“ als Herausforderung und Chance

Teilzeitarbeit unter Führungskräften ist immer noch selten. In den meisten Unternehmen sind Führungskräfte in Vollzeit, mit langen Arbeitszeiten und ohne familiäre Verpflichtungen noch immer das vorherrschende Führungsmodell.

2017_11_15_pic1Dass Führungspositionen allerdings durchaus in Teilzeit wahrgenommen werden können und dies nicht nur positive Auswirkungen auf die Karrierechancen von Frauen, sondern allgemein auf das Gleichgewicht Beruf, Familie und Freizeit hat, war Gegenstand einer Abendveranstaltung, zu der ARBEIT & LEBEN gGmbH am 15.11.2017 in das Restaurant „Sandwiese“ nach Worms geladen hatte.

Nach einer Bestandsaufnahme durch Karin Ernst-Betocchi (ARBEIT & LEBEN gGmbH) zum Thema, bei der auch der Zusammenhang zu Karriere- und Verdienstunterschieden (Stichwort: Entgeltungleichheit) zwischen Männern und Frauen hergestellt wurde, berichtete Werner Gut, Leiter des Fachbereichs Personaldienste bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG, aus seinen Praxiserfahrungen. Als männliche Führungskraft, die seit 2016 in einer 4-Tage-Woche arbeitet, gilt er immer noch als „Exot“ und versteht sich insofern als „Vorkämpfer“. Herr Gut zeigte in seinem Vortrag Wege auf, wie pauschalen Vorurteilen und Vorbehalten gegenüber Führungspositionen in Teilzeit begegnet werden kann und stellte einen Leitfaden vor, mit dessen Hilfe „Führung in Teilzeit“ in Unternehmen konkret umgesetzt werden kann.

2017_11_15_pic2In abschließenden Tischgesprächen tauschten sich die Anwesenden über eigene Erfahrungen, Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen aus.

Eine Dokumentation der Veranstaltung (v.a. Präsentationen) können Sie HIER als PDF-Datei (1,9 MB) herunterladen.

Einen Leitfaden für Unternehmen und Interessierte zum Thema „Führen in Teilzeit“ finden Sie HIER (PDF-Datei, 3,3 MB).

Die Veranstaltung wurde von ARBEIT & LEBEN gGmbH im Rahmen des Projektes „Dialog Entgeltgleichheit“ durchgeführt und durch das Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.